1 Kommentar


  1. Endlich einmal ein fundierter Artikel, der die Thematik objektiv beleuchtet. Zurzeit kursiert ja viel Hetze und Stimmungsmache für oder gegen das Bestellerprinzip im Netz.

    Meine größte Befürchtung ist eigentlich, dass sich an der Situation praktisch nichts ändert, Vermieter nach wie vor überteurte Makler beauftragen und die Provision einfach auf die Miete schlagen. Die Mietpreisbremse, die ohnehin nicht besonders gut durchdacht ist, wird daran auch nichts ändern.
    Die Frage ist aber ob Vermieter tatsächlich so kurzsichtig denken? Ich meine, wenn ich normalerweise 1000 Euro verlange, dem Makler 2000 Euro netto abdrücken muss und davon ausgehe, dass der Mieter mindestens 2 Jahre darin wohnen bleibt. Dann muss ich theoretisch die 2000 Euro auf 24 Monate verteilen, also theoretisch gut 80 Euro mehr an Miete verlangen. Kann ich die Wohnung so wie sie ist tatsächlich um 80 Euro mehr vermieten läuft irgendwas falsch. Im Endeffekt verschenke ich dann 8% der eigentlichen Rendite nur weil ich einen Makler einschalten will/muss.

    Ich als Vermieter werde das definitiv nicht mitmachen, schon gar keine 2000 Euro oder mehr an Provision für eine Wohnung, die mit einem Inserat und zwei Besichtigungsterminen auch vermietet ist. Auch wenn ich es auf die Miete abwälzen kann drückt es die Rendite ganz gewaltig. Und das war vor dem Bestellerprinzip eben nicht so und die Provision genauso wie die Kaution schon als einmalige Investition in die neue Wohnung vom Mieter einberechnet.

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