2 Kommentare

  1. Frank

    Haftung des Makler für Unkosten des Käufers, wenn der Verkaufswille des Eigentümers vorgetäuscht wurde.

    Meine Frage:
    Eine Mieterin die ausziehen will, beauftragt eine Maklerin, das Haus zu verkaufen. Der Eigentümer selbst weiß nichts davon.
    Die Interessenten sehen das Angebot des Maklers im Internet, besichtigen das Haus, und vereinbaren einen weiteren Termin wegen konkreter Kaufabsicht, mit einem bestellten Gutachter.
    Danach kommt es zu einem dritten Termin mit dem Verkäufer. Die Mieterin leget aber Wert darauf, dass sie den Besuch bei dem Verkäufer einleitet.
    Der Verkäufer fällt aus allen Wolken, dass sein Haus verkauft werden soll, ist entrüstet, dass davon Bilder im Internet waren und will nichts davon wissen. Die Maklerin hatte offensichtlich nur den Kontakt zu der Mieterin.
    Als Interessenten entstanden uns aber Kosten für den Gutachter. Müssen wir darauf sitzen bleiben, oder können wir den Makler dafür in die Pflicht nehmen, da er ja etwas anbietet, was gar nicht verkauft werden soll?

    Antworten

    1. Dieser konkrete Fall kann nur im Rahmen einer anwaltlichen Beratung geklärt werden.

      Grundsätzlich kann der Maklerkunde Schadensersatz von seinem Vertragspartner verlangen, wenn dieser ihm eine Verkaufsabsicht des Eigentümers vorgespiegelt hat und wenn der Maklerkunde im Vertrauen auf die Richtigkeit der Angaben des Maklers berechtigterweise Kosten aufgewandt, etwa Gutachterkosten für den dritten Termin mit dem Makler. Ein Problem könnte sein zu beweisen, dass der Makler überhaupt wusste, dass der Eigentümer nicht verkaufen will. Auch der Makler könnte seinerseits den falschen Angaben des Mieters aufgesessen sein.

      Die genauen Details können nur nach näherer Prüfung der Dokumente und des Sachverhalts geklärt werden.

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